CureVac erhält umfassendes Patent für wegweisende RNAntibody®-Technologie

  • Europäisches Patent für die Entwicklung mRNA-kodierter Antikörper zur Behandlung zahlreicher Indikationen
  • Präsentation begleitender Daten auf der 4th International mRNA Health Conference in Boston

TÜBINGEN, 8. November 2016 – Die CureVac AG gab heute bekannt, dass das Europäische Patentamt ein Patent (Patentnummer: EP2101823) erteilt hat, welches einen umfassenden Schutz der unternehmenseigenen Technologie RNAntibody® bietet. Diese ermöglicht die medizinisch nutzbare anhaltende Expression funktionaler Antikörper und Antikörper-ähnlicher Proteine auf Basis des Botenmoleküls Messenger-RNA (mRNA). RNAntibody® ist damit für die transiente, lang anhaltende und sichere passive Immunisierung bei prophylaktischen und therapeutischen Settings vorgesehen.

Die RNAntibody®-Technologie kann bei vielen Krankheitsbildern angewandt werden, darunter Krebs, Herz-Kreislauf-, Infektions- und Autoimmunkrankheiten. Sie ist ein Bestandteil von CureVacs RNArt®-Portfolio, das molekulare Therapeutika beherbergt, die dem Körper die notwendige Information geben, mit welcher er selbst funktionelle Proteine herstellen kann.

Dr. Mariola Fotin-Mleczek, Chief Scientific Officer der CureVac AG, erklärte: „Dieses Patent stärkt CureVacs Reichtum geistigen Eigentums hinsichtlich mRNA-basierter Medikamente enorm und erhöht insbesondere den Wert unserer Technologie RNAntibody®. Während deren Entwicklung innerhalb der letzten Jahre konnten wir bereits eine Datenbibliothek aufbauen, die das Potenzial von RNAntibody® belegt. Die Daten zeigen, dass RNAntibody® die gezielte Expression von Antikörpern ermöglicht. Wir glauben, dass diese Patentfamilie zukünftig das Leitmodell für alle mRNA-basierten Antikörpertherapien sein wird – insbesondere weil sie einen sehr breiten Schutz darstellt und zum Beispiel auch die Produktion und Methoden umfasst sowie für eine Vielzahl unterschiedlicher Krankheiten gilt.“

Die mit dem Patent zusammenhängenden Daten präsentierte CureVac nun erstmals auf der 4th International mRNA Health Conference in Boston, MA, USA. In einem Vortrag von Dr. Nigel Horscroft, Vice President Development RNArt®, und auf einem Poster von Dr. Thomas Schlake, Head of Enabling Technologies, stellte das Unternehmen dem Fachpublikum den Nutzen und die Flexibilität der Technologie bei verschiedenen Krankheitsbildern dar:

  • Bereits nach einer einmaligen Verabreichung der entsprechenden mRNA wurden hohe und nachhaltige Serumspiegel von Antikörpern entwickelt.
  • Bedeutende Mengen von mRNA-exprimierten menschlichen Antikörpern blieben mehr als 28 Tage in vivo bestehen.
  • In einem Tollwutvirus-Infektionsmodell konnte ein mRNA-kodierter Antikörper hundertprozentigen Schutz gewährleisten – nicht nur bei der Verabreichung vor der Infektion, sondern auch bei Gabe nach der Infektion.
  • In zwei toxinvermittelnden Krankheitsmodellen konnte bei Verwendung von mRNA-kodierten VHH-Antikörpern mit einer einzigen Domäne 100 Prozent Schutz erzeugt werden.
  • Im Bereich der Onkologie wurden die zwei zugelassenen Antikörper-Therapeutika Blinatumomab und Rituximab in das mRNA-Format übertragen und schützten Tiere in entsprechenden Tumor-Challenge-Modellen.

Dr. Fotin-Mleczek schlussfolgerte: „mRNA-basierte Therapien haben großes Potenzial, die heutige Medizin zu revolutionieren. Mit RNAntibody® verfolgen wir insbesondere die Vision, die Entwicklungszeiten von Antikörpertherapien drastisch zu beschleunigen, Behandlungskosten zu senken und verschiedene Antikörperzielmoleküle in einer einzigen Formulierung zu kombinieren. Zudem werden wir mit dieser Technologie auch eine Fülle von zuvor nicht behandelbaren Krankheitsbildern adressieren können.“

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