CureVac startet klinische Studie mit RNA-basiertem Krebswirkstoff zur intratumoralen Anwendung

TÜBINGEN / BOSTON (USA), 27. Oktober 2017 – Das biopharmazeutische Unternehmen CureVac AG gibt heute den Start einer Phase-I-Studie bekannt, in welcher ein RNA-basierter Wirkstoff direkt in Tumore verabreicht werden soll. Im Rahmen der Studie werden Patienten mit fortgeschrittenen Tumoren behandelt, die für intratumorale Injektionen leicht zugängliche, oberflächliche Läsionen aufweisen. CureVacs RNA-basierter RNAdjuvant®-Wirkstoff CV8102 soll bei alleiniger Gabe oder in Kombination mit anderen Immuntherapien die körpereigene Immunantwort gegen den Tumor verstärken und deren Qualität verbessern.

Die Studie prüft die Sicherheit, Verträglichkeit und immunmodulierende Wirkung verschiedener Dosisstufen von CV8102 (RNAdjuvant®) und umfasst Kohortenerweiterungen in mehreren Tumorindikationen. Desweiteren ist geplant, CV8102 in Kombination mit Antikörpern gegen das Oberflächenprotein PD-1 aus der Klasse der sogenannten Checkpoint-Inhibitoren zu untersuchen.

CureVacs CV8102 ist ein potenter Immunmodulator, welcher die Wirkungen von Krebsimmuntherapien und prophylaktischen Impfstoffen gegen Infektionskrankheiten verstärken soll. In einer Phase-I- Studie mit gesunden Probanden erwies sich die Substanz nach intramuskulärer Applikation als verträglich und sie verstärkte die Bildung virusneutralisierender Antikörper in Kombination mit einem zugelassenen Tollwut-Impfstoff.

Dr. med. Ulrike Gnad-Vogt, CMO der CureVac AG, kommentiert: „Der Start dieser Studie ist für uns ein weiterer wichtiger Meilenstein, da sie einen innovativen Ansatz innerhalb unserer RNA-Plattform untersucht. Unser CV8102 ist nachweislich ein wirkungsvoller Immunmodulator, der am Injektionsort für eine deutliche Aktivierung des Immunsystems sorgt. Wir erwarten die Ergebnisse dieser ersten klinischen Testung von CV8102 bei Krebspatienten mit Spannung. Und wir hoffen, durch direkte intratumorale Verabreichung die körpereigene Immunantwort gegen verschieden Tumorantigene zu verstärken, was inbesondere in der Kombination mit Checkpoint-Inhibitoren zu einer Verzögerung des Tumorwachstumes führen könnte.“

In die Studie können Patienten mit unterschiedlichen Tumortypen aufgenommen werden, deren Läsionen oberflächlich gelegen und gut für die intratumorale Injektion zugänglich sind. Zunächst soll eine sichere und gut tolerierte Dosis von CV8102 mit oder ohne gleichzeitige systemische Checkpoint-Blockade gefunden werden. Als sekundäre und/oder exploratorische Studienendpunkte werden das klinische Ansprechen der Tumorerkrankung sowie verschiedene Biomarker im Blut und im Tumorgewebe untersucht.

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