„1. International mRNA Health Conference“ in Tübingen kündigt eine neue Ära in der modernen Medizin an

TÜBINGEN, 5. November 2013 – Die „1. International mRNA Health Conference“, die am 23. und 24. Oktober in Tübingen stattfand, brachte zum ersten Mal mehr als 150 Vertreter aus führenden internationalen akademischen Institutionen, Pharma- und Biotechnologieunternehmen zusammen. Die Teilnehmer sprachen auf der zweitägigen Veranstaltung über das enorme medizinische Potenzial der Boten-RNA (mRNA, Messenger RNA) für viele therapeutische Indikationen. Die von der Universität Tübingen, dem Universitätsklinikum Tübingen und CureVac ausgerichtete Konferenz legte den Grundstein für den neuen biotechnologischen Sektor der mRNA-basierten Therapeutik.

Die fünf Themeneinheiten umfassten 22 Vorträge, die sich mit den Grundlagen und der Wirkung der mRNA als therapeutischem Biomolekül, der mRNA-basierten Proteintherapeutik und dem Einsatz von mRNA-basierten therapeutischen Impfstoffen in den Bereichen Onkologie, Infektionskrankheiten und Allergien befassten. Weitere Vorträge beschäftigten sich mit herstellungsspezifischen und regulatorischen Aspekten.

Zwei Podiumsdiskussionen brachten Experten aus verschiedenen Fachgebieten zusammen, um wichtige Themen im Hinblick auf die Entwicklung einer neuen Klasse von mRNA-basierten Medikamenten zu erörtern. Die erste Podiumsdiskussion unter der Moderation von Dr. Friedrich von Bohlen, dievini Hopp Biotech, beschäftigte sich mit dem vielversprechenden Potenzial der mRNA als neuer therapeutischer Klasse und hob ihre Sicherheitsaspekte, insbesondere im Vergleich zur DNA, ihre Flexibilität und die möglichen Anwendungsbereiche hervor.

Eine zweite Podiumsdiskussion, von Dr. Karl Josef Kallen, CureVac, moderiert, widmete sich der Bedeutung der regulatorischen Aspekte und der Klassifizierung der mRNA durch die Regulierungsbehörden. Ein wichtiges Thema, das in dieser Diskussionsrunde behandelt wurde, war die Differenzierung zwischen mRNA und DNA, die sich auch in der regulatorischen Klassifizierung widerspiegeln sollte.

„Vor kurzem konnten wir und andere Wissenschaftler in entsprechenden Modellsystemen zeigen, dass durch das Einfügen von modifizierten Nukleotiden in therapeutische mRNA sowohl seltene als auch weit verbreitete Krankheiten behandelt werden können“, so Dr. Michael Kormann, Universitätsklinikum Tübingen und Mitinitiator der Konferenz. „Hier offenbart sich das faszinierende Potenzial, das die Bereitstellung von modifizierter mRNA für die Behandlung von Erbkrankheiten bietet, und zwar insbesondere von Krankheiten, für die es momentan keine anderen Behandlungsmöglichkeiten gibt.“

„Die beeindruckenden Vorträge auf der „1. International mRNA Health Conference“ in Tübingen haben das enorme medizinische Potenzial der mRNA für eine Reihe von Krankheiten demonstriert“, erklärte Ingmar Hoerr, Geschäftsführer und Mitbegründer von CureVac, Initiator der Konferenz. „Spezialisten verschiedener Fachbereiche kamen zusammen, um über diesen revolutionären Ansatz zu diskutieren. Erstmals wurden viele neue Kontakte zwischen Vertretern aus Pharmaindustrie, Biotechnologie, Forschung und Lehre geknüpft, die zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit führen können, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen – nämlich den Patienten sichere und wirksame Behandlungsmöglichkeiten für viele schwere Erkrankungen anzubieten und sichere und wirksame prophylaktische Impfstoffe zu entwickeln.“

Die Konferenz hat deutlich gemacht, wie groß das Interesse und die Aufmerksamkeit sind, die der mRNA als einer vollkommen neuen Klasse von therapeutischen Molekülen mit einem breiten Anwendungsspektrum sowohl von der Biotechnologie- und der Pharmaindustrie als auch von der akademischen Gemeinschaft entgegengebracht werden. Organisatoren und Teilnehmer freuen sich auf ein erneutes Zusammentreffen im nächsten Jahr zur „2. International mRNA Health Conference“, um neue Daten und Entwicklungen zu diskutieren.

Weitere Informationen über das Programm, die Redner, Diskussionsteilnehmer und Sponsoren finden Sie im Internet unter www.mrna-conference.com.

Zu den Rednern und Diskussionsteilnehmern zählten Vertreter der folgenden Unternehmen und Einrichtungen: BioNTech, CureVac, dievini, ethris, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI), Universität Gent, HS LifeSciences, Moderna Therapeutics, Novartis, Novartis Institutes for BioMedical Research, Paul-Ehrlich-Institut (PEI), Pfizer, PhaseRx, Sangamo BioSciences, Sanofi Pasteur, Shire, Tekmira Pharmaceuticals, Twincore, Universität Bonn, Universität Brüssel, Universität von Pennsylvania, Universität Salzburg und Universität Tübingen.

Sponsoren der Konferenz waren Thermo Fisher Scientific, TriLink, die Tides Service Technology (TST) Group, New England Biolabs, der Technologiepark Tübingen-Reutlingen und die Kreissparkasse Tübingen. BioRegio Stern war Werbepartner.

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