CureVac veröffentlicht Daten aus seiner klinischen Phase-I/IIa-Studie

  • Erste vielversprechende Daten aus einer Phase-IIa-Studie zur Immunogenität eines mRNA-Therapeutikums bei Patienten mit Prostatakarzinom
  • Daten belegen Verträglichkeit und Immunogenität von CureVacs mRNA-Krebsimmuntherapie
  • Randomisierte Placebo-kontrollierte Phase IIb Folgestudie läuft bereits

TÜBINGEN, Deutschland, 7. Juli 2015 – CureVac, ein biopharmazeutisches Unternehmen, das Pionierarbeit im Bereich mRNA-basierter Wirkstoffe leistet und dazu bereits mehrere klinische Studien durchführt, gab heute bekannt, dass eine Phase-I/IIa-Studie mit dem mRNA-Immuntherapeutikum CV9103 des Unternehmens in der referierten Fachzeitschrift Journal for ImmunoTherapy of Cancer publiziert wurde. CV9103 ist ein selbst-adjuvierendes, sequenzoptimiertes, chemisch nicht modifiziertes mRNA-Immuntherapeutikum, das gegen vier Antigene gerichtet ist: Prostata-spezifisches Antigen (PSA), Prostata-spezifisches Membranantigen (PSMA), Prostata-Stammzellantigen (PSCA) und STEAP1 (six-transmembrane epithelial antigen of the prostate 1; epitheliales Prostata-Antigen mit sechs Transmembranregionen 1).

In dem Forschungsartikel mit dem Titel „Self-adjuvanted mRNA vaccination in advanced prostate cancer patients: a first-in-man phase I/IIa study“ (Selbst-adjuvierende mRNA-Impfung bei Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom: erste Phase-I/IIa-Studie an menschlichen Probanden) wird CureVacs klinische Studie zu CV9103 bei 44 Patienten mit fortgeschrittenem kastrationsresistentem Prostatakarzinom beschrieben. Damit wer-den zum ersten Mal Daten aus einer Phase-IIa-Studie mit einem mRNA-Immuntherapeutikum veröffentlicht, die antigen-spezifische Immunantworten bei der Mehrzahl der Patienten belegen. Auf Grundlage der vielversprechenden Daten führt CureVac mittlerweile eine randomisierte, placebokontrollierte Phase-IIb-Studie mit 197 Prostatakarzinompatienten mit dem Folgeimpfstoff CV9104 durch, der gegen sechs Antigene gerichtet ist.

Ingmar Hoerr, Geschäftsführer von CureVac, kommentiert: „Wir freuen uns sehr, dass die Ergebnisse der klinischen Phase-I/IIa-Studie zu unserer RNActive®-Technologie in dieser renommierten Zeitschrift publiziert wurden. Dies bestätigt unsere Vorreiterrolle im Bereich der mRNA-Therapeutika und wirft ein positives Schlaglicht auf die kontinuierlichen Fortschritte bei all unseren in der klinischen Entwicklung befindlichen Produkten. Mit Prostatakrebs befasst sich unser am weitesten fortgeschrittenes Programm, bei dem nun plangemäß eine Phase-IIb-Studie durchgeführt wird. Darüber hinaus haben wir bei CureVac eine Vielzahl unterschiedlicher mRNA-basierter Produktkandidaten in der Pipeline, die bereits an mehr als 300 Probanden getestet wurden, und betreiben 15 Programme zu verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten und Anwendungsgebieten.“

Wie in dem Artikel ausgeführt, wurden im Phase-I-Teil der Studie die Sicherheit und die geeignete Dosierung von CV9103 untersucht. Dabei erhielten 12 Patienten bis zu 5 intradermale Injektionen von 256 (n = 3), 640 (n = 3) oder 1280 µg (n = 6) mRNA. Im Phase-IIa-Teil erhielten 32 Patienten die in Phase I ermittelte empfohlene Dosis von 1280 µg mRNA. Der primäre Endpunkt der Studie war die Sicherheit und Verträglichkeit, der zweite Endpunkt die Induktion einer antigenspezifischen Immunantwort nach 5, 9 und 17 Wochen im Vergleich zum Ausgangszeitpunkt.

Den Daten zufolge war CV9103 gut verträglich, wobei die meisten Nebenwirkungen einen leichten bis mittleren Schweregrad zeigten. Sehr häufige behandlungsbedingte Nebenwirkungen waren Rötungen und Reaktionen an der Injektionsstelle bei 27 (61 %) bzw. 21 (48 %) Patienten. Die quantitative Analyse mittels ELISpot-, ICS- und Tetramer-Assay ergab, dass CV9103 sowohl CD4- als auch CD8-T-Zellantworten induzieren kann. Bei 25 (76 %) der 33 auswertbaren Patienten, die mit 1280 µg mRNA behandelt worden waren, wurde eine zelluläre Immunantwort nachgewiesen. Interessanterweise wurde eine Immunantwort gegen alle vier Antigene induziert, was die Vielseitigkeit der Plattform unterstreicht.

Arnulf Stenzl, Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik für Urologie Tübingen und Letztautor des Artikels, stellte fest: „Die bei der Studie erhaltenen Daten zeigen, dass CV9103 gut verträglich und immunogen war. Außerdem ließ sich bei Patienten mit Immunantworten ein Trend zu einer längeren Überlebenszeit beobachten, der bei Patienten mit einer Reaktion auf mehrere Antigene am stärksten war. Nach diesen Ergebnissen zu urteilen sollten unbedingt weitere klinische Studien zu dieser mRNA-Technologie durchgeführt werden.“

Kürzlich veröffentlichte CureVac in Molecular Therapy vielversprechende Daten zu seiner Technologie RNArt®, die zum ersten Mal zeigten, dass sequenzoptimierte, chemisch nicht modifizierte mRNAs die Bildung relevanter Mengen an Protein auslösen können. Diesen Daten zufolge kann mRNA zu bedeutsamen biologischen Effekten führen.

Den vollständigen Artikel aus dem Journal for ImmunoTherapy of Cancer finden Sie hier.

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