Diese Seite umfasst:

  • allgemeine Informationen über Coronaviren,
  • Informationen über CureVacs Entwicklung eines mRNA-basierten Impfstoffs gegen COVID-19,
  • häufig gestellte Fragen und Antworten zu unserer Impfstoffentwicklung (FAQ),
  • Statements von unseren Vorstandsmitgliedern.

Wir sind stolz, Teil der internationalen Bemühungen zum weltweiten Schutz der Menschen vor dem neuartigen Coronavirus zu sein. Wir sind uns unserer globalen Verantwortung bewusst und möchten sowohl unsere spezifische Expertise als auch unser technologisches Potenzial nutzen, um den Kampf gegen den aktuellen Gesundheitsnotstand zu unterstützen.

Über Coronaviren

Die Familie der Coronaviren kann Erkrankungen der Atemwege, unter anderem MERS (Middle East Respiratory Syndrome) und SARS (Severe Acute Respiratory Syndrome) auslösen. Coronaviren werden vom Tier auf den Menschen übertragen und können Stämme bilden, die bisher bei Menschen nicht festgestellt wurden. Am 7. Januar 2020 wurde das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 als Ursache der in der chinesischen Stadt Wuhan in der Provinz Hubei aufgetretenen Fälle von Lungenentzündung identifiziert. Seither hat sich das Virus über die gesamte Welt ausgebreitet.

Für weitere Informationen über das Coronavirus und die aktuelle Situation konsultieren Sie bitte folgende nationale sowie internationale Organisationen und Behörden:

Über CureVacs Entwicklung eines mRNA-basierten Impfstoffs gegen COVID-19

Die COVID-19-Pandemie stellt für die Menschheit eine der größten Herausforderungen im vergangenen Jahrhundert dar. Die Entwicklung von Impfstoffen ist die kostengünstigste Möglichkeit, Leben zu retten und die Bedrohung durch das tödliche Virus zu entschärfen.

Wir bei CureVac nutzen unsere einzigartige mRNA-Technologie, um lebensrettende Lösungen für Menschen und Patienten weltweit anzubieten. Mit dieser Technologie wollen wir sichere, wirksame und kostengünstige prophylaktische Impfstoffe entwickeln und herstellen. Auf Grundlage dieser mRNA-Technologie entwickeln wir derzeit einen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus. Mit unseren Anstrengungen wollen wir Menschen weltweit erreichen, helfen und schützen: COVID-19 stellt unser Kernprojekt dar.

Allgemeine Informationen

  • CureVacs Technologie und mRNA-Plattform sind besonders geeignet, um schnell auf einen viralen Ausbruch wie diesen reagieren zu können.
  • Wir sind seit 2007 im Bereich der prophylaktischen Impfstoffe tätig.
  • Im Jahr 2017 haben wir bereits am Coronavirus beziehungsweise an MERS geforscht.
  • Wir haben in einer klinischen Phase 1 mit einem Tollwut-Impfstoffkandidaten positive Daten erzielt. Dabei konnten wir mit einer sehr niedrigen Impfdosis sämtliche Teilnehmer immunisieren.
  • Wir sind in der Lage, mRNA-basierte Impfstoffe in großem Maßstab herzustellen.
  • Wir sind mit Gesundheitsbehörden sowie weiteren Institutionen und Organisationen bezüglich der Entwicklung, Herstellung und klinischen Testung eines Coronavirus-Impfstoffs im Gespräch, zum Beispiel mit der Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI), der Bill and Melinda Gates Foundation (BMGF) und dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI).

Über unsere mRNA-Technologie

Mit unserer Technologie leiten wir den menschlichen Körper an, seine eigenen Abwehrmechanismen zu aktivieren. Dazu nutzen wir den natürlichen Botenstoff mRNA (messenger RNA), der die Bauanleitung zur Herstellung von Proteinen beinhaltet. Dieser Botenstoff wird von uns mit der Information über ein Protein des Coronavirus programmiert und in die menschlichen Zellen injiziert. Der Körper erkennt das von unseren Zellen produzierte Protein als etwas Fremdes und aktiviert seine Immunzellen, um Antikörper und T-Zellen dagegen herzustellen. Auf diese Weise ahmen wir die natürliche Virusinfektion nach und aktivieren den körpereigenen Abwehrmechanismus.

Weitere Informationen über die Funktionsweise unserer Technologie finden Sie in unserem Mode-of-Action-Video.

Zeitlicher Ablauf unserer Impfstoffentwicklung gegen COVID-19

Anfang Januar 2020

  • CureVac startet sein COVID-19-Projekt, nachdem die Sequenz des neuen Coronavirus veröffentlicht wurde.

Ende Januar 2020

  • CureVac und CEPI erweitern ihre Zusammenarbeit zur Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus. Die Kooperation beinhaltet eine Finanzierung durch CEPI von bis zu 8,3 Millionen US-Dollar für eine beschleunigte Impfstoffentwicklung und -herstellung sowie für klinische Studien.

März 2020

  • CureVac wählt aus mehreren Konstrukten die erfolgversprechendsten Impfstoffkandidaten auf Basis von verschiedenen Qualitätskriterien und der biologischen Aktivität aus.
  • Parallel dazu koordiniert das Unternehmen zur beschleunigten klinischen Entwicklung dieser Impfstoffkandidaten das Programm mit dem deutschen Paul-Ehrlich-Institut (PEI). Zudem steht CureVac in Kontakt mit mehreren europäischen Gesundheitsbehörden.
  • Zwei Studienzentren zur Durchführung der klinischen Tests mit unserem Impfstoffkandidaten wurden identifiziert.
  • Die Europäische Kommission hat CureVac bis zu 80 Millionen Euro an finanzieller Unterstützung angeboten, um die Entwicklung und Produktion eines Impfstoffs gegen das Coronavirus in Europa ausweiten zu können.

Mitte Mai 2020

  • CureVac gibt bekannt, dass sein Coronavirus-Impfstoffkandidat dank optimierter mRNA-Plattform posititve präklinische Ergebnisse bei niedriger Dosierung zeigt: Nach 2 Injektionen mit je 2 Mikrogramm zeigt der Impfstoffkandidat eine hohe Anzahl von virusneutralisierenden Titern (VNTs).

Mitte Juni 2020

  • CureVac erhält von den deutschen und belgischen Zulassungsbehörden grünes Licht zum Start der klinischen Phase 1 mit seinem SARS-CoV-2 Impfstoffkandidaten.

Ende September 2020

  • CureVac startet mit seinem COVID-19-Impfstoffkandidaten eine klinische Phase 2a-Studie in Peru und Panama.

23. Oktober 2020

  • CureVac meldet positive präklinische Daten für seinen COVID-19-Impfstoffkandidaten CVnCoV in Mäusen und Hamstern. Das vollständige Manuskript der präklinischen Daten ist auf dem Pre-Print-Server bioRxiv verfügbar und wurde zur möglichen Veröffentlichung in einem Peer-Reviewed-Journal eingereicht.

Häufig gestellte Fragen und Antworten zu unserer Impfstoffentwicklung (FAQ)

Generelle Fragen


Was sind die Voraussetzungen für die Entwicklung und Produktion eines Impfstoffes gegen das Coronavirus?

Wir können auf 20 Jahre Erfahrung auf dem Gebiet der mRNA-Technologie zurückgreifen, das stellt die Grundlage dar. Unsere mRNA-basierte Plattform ermöglicht es uns, schnell und flexibel auf virale Ausbrüche wie diesen zu reagieren. Zudem verfügen wir über die Produktionskapazitäten, um einen Impfstoff in einer signifikanten Menge an Dosen herzustellen. Daneben stellen die klinischen Tests und das behördliche Zulassungsverfahren wichtige Schritte auf dem Weg zu einem Coronavirus-Impfstoff dar.


Was ist unter dem Begriff „Plattformtechnologie“ zu verstehen?

Der Begriff „Plattformtechnologie“ bezieht sich im weitesten Sinne auf ein System, das auf die gleichen Grundkomponenten zurückgreift, aber durch das Einfügen neuer Sequenzen leicht für den Einsatz gegen verschiedene Krankheitserreger angepasst werden kann.


Wann kann CureVac einen Impfstoff gegen das Coronavirus zur Verfügung stellen?

Wir haben unsere ersten klinischen Studien am Menschen im Juni 2020 begonnen. Neben den Daten hängt es insbesondere von den Zulassungsbehörden ab, wann ein Impfstoff auf dem Markt verfügbar sein wird.


Was ist der Unterschied zwischen Ihrem Impfstoffansatz und der „traditionellen“ Impfstoffentwicklung?

Traditionelle Impfstoffe bestehen aus lebenden oder inaktivierten Krankheitserregern oder nutzen rekombinante Proteine, um eine Immunantwort hervorzurufen. Demgegenüber injiziert ein mRNA-basierter Impfstoffkandidat das Botenmolekül mRNA in den Körper und weist diesen an, ein spezifisches Protein oder Antigen zu produzieren. Dieses Protein oder Antigen wird vom Körper als etwas Fremdes erkannt und löst eine Immunantwort aus. Um den vorzeitigen Abbau der mRNA zu verhindern und die Wirksamkeit des Impfstoffs zu verbessern, wird die mRNA mit einer Schutzhülle versehen.


Unsere Entwicklung


Welche Kriterien waren für die Selektion der erfolgversprechendsten Impfstoffkandidaten ausschlaggebend?

Für die Selektion waren Qualitätskriterien, die Verträglichkeit und die biologische Aktivität entscheidend.


Warum können die Phase 1-Daten Ihrer Tollwutstudie relevant für die Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus sein?

In dieser klinischen Phase 1-Studie haben wir einen mRNA-basierten Tollwutimpfstoff getestet, der mithilfe der gleichen Plattformtechnologie wie unser COVID-19-Impfstoffkandidat entwickelt wurde. Wir können daher davon ausgehen, dass die dort erhobenen Informationen zur Immunreaktion und Sicherheit Rückschlüsse auf mögliche Ergebnisse in der Studie zum Coronavirus-Impfstoff zulassen. Zudem konnten wir mit einer sehr niedrigen Impfstoffdosierung eine Immunantwort erzeugen. Gelingt es uns, auch beim COVID-19-Impfstoff eine ähnlich niedrige Dosis zu erzielen, werden wir künftig pro Produktionszyklus eine hohe Anzahl an Impfdosen herstellen können.



Produktion


Wie viele Dosen eines Impfstoffs gegen das Coronavirus können Sie produzieren?

Auf die niedrige Dosierung unseres Tollwutimpfstoffs im Menschen aufbauend können wir mit unserer derzeitigen GMP-III-Anlage bis zu mehreren hundert Millionen Dosen an RNA-Material pro Jahr herstellen. Darüber hinaus planen wir, innerhalb der nächsten zwei Jahre eine neue GMP IV-Produktionsanlage in Betrieb zu nehmen, mit der wir eine Milliarde oder mehr Dosen pro Jahr produzieren können.


Statements von unseren Vorstandsmitgliedern

Über CureVac

CureVac ist ein biopharmazeutisches Unternehmen auf dem Gebiet der mRNA-Technologie (Boten-RNA, von engl. messenger RNA). Mit 20 Jahren Expertise arbeitet CureVac daran, dieses vielseitige Molekül für den medizinischen Einsatz zu entwickeln, zu optimieren und in klinischen Studien zu testen. Das Prinzip der proprietären CureVac-Technologie basiert auf der Nutzung von mRNA als Informationsträger, um den menschlichen Körper zur Produktion der entsprechend kodierten Proteine anzuleiten, mit welchen eine Vielzahl von Erkrankungen bekämpft werden können. Das Unternehmen setzt seine Technologien zur Entwicklung von Krebstherapien, Antikörpertherapien, prophylaktischen Impfstoffen und zur Behandlung seltener Erkrankungen ein. CureVac hat signifikante Eigenkapitalinvestitionen erhalten, darunter von der dievini Hopp BioTech holding, der Bill & Melinda Gates Foundation und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Zudem kooperiert CureVac mit multinationalen Konzernen und Organisationen wie Boehringer Ingelheim, GlaxoSmithKline, Genmab, CRISPR Therapeutics, CEPI sowie der Bill & Melinda Gates Foundation. CureVac hat seinen Hauptsitz in Tübingen und verfügt über weitere Standorte in Frankfurt und Boston, USA.

Weitere Informationen finden Sie unter www.curevac.com oder bei Twitter unter @CureVacRNA.


CureVac-AnfragenMedienanfragen

Thorsten Schüller
Unternehmenskommunikation

CureVac AG, Tübingen, Deutschland
T +49 7071 9883-1577

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CureVac-AnfragenInvestorenanfragen

Dr. Sarah Fakih
Vizepräsidentin Investorenbeziehungen

CureVac AG, Tübingen, Deutschland
T +49 7071 9883-1298

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