The RNA Printer®: unsere mobile Produktionsstätte

The RNA Printer® ist flexibel einsetzbar und kann global an nahezu jedem Ort mRNA-Wirkstoffe herstellen. Zum einen kann diese Minifabrik künftig die Arzneimittel-Produktion in Großanlagen ergänzen, zum anderen an den Orten stationiert werden, an denen das Infektionsgeschehen besonders hoch ist und schnell auf Krankheitsausbrüche reagiert werden muss. Auch für eine beschleunigte Entwicklung von Impfstoffen gegen Virusmutationen könnte The RNA Printer® durch die Flexibilität und die automatisierten Prozesse eine wichtige Rolle spielen. Darüber hinaus kann er in Krankenhäusern direkt vor Ort personalisierte Medizin fertigen.

Der Produktionsprozess des RNA Printer® ist identisch mit einer industriellen Produktion, er erfolgt jedoch in einem kleineren Maßstab und ist weitgehend automatisiert. Die Produktion von RNA-basierten Impfstoffen und Therapeutika nach der (Good Manufacturing Practice) und kann in drei Einzelprozesse unterteilt werden:

Herstellung der DNA-Matrize

Im ersten Schritt wird die DNA-Matrize hergestellt, die für die RNA-Synthese notwendig ist.

Synthese und Aufreinigung

Der zweite Herstellungsschritt umfasst die Synthese und Aufreinigung des Wirkstoffes RNA.

Formulierung der Wirksubstanz

Im dritten Schritt wird die Wirksubstanz formuliert, steril filtriert und abgefüllt. Dadurch kann die Wirksubstanz nach der Anwendung besser in den Körperzellen aufgenommen werden.

Auf der linken Seite werden in einem Media-Supply-Abschnitt die Ausgangsstoffe und -lösungen eingeführt.

Im nächsten Schritt führt ein Reaktor die Synthese durch. Dann folgt die automatische Aufreinigung des neu produzierten Materials.

Im letzten Abschnitt wird der Wirkstoff final filtriert und abgefüllt.

Der Prozess erfolgt in einem geschlossenen System und ist durch einen Reinluftstrom zusätzlich vor Kontamination geschützt. Das Design der Automaten erlaubt eine automatische Reinigung und somit einen schnellen Produktwechsel.

Die erste Prototypenentwicklung bei CureVac begann 2014, gefolgt von einer Kooperation mit dem Sondermaschinenbauer Grohmann Engineering im Jahr 2015. Nach der Übernahme durch Tesla Motors Anfang 2017 und der Umfirmierung zu Tesla Grohmann Automation setzte CureVac die Entwicklung des The RNA Printer® zusammen mit Grohmann fort. Derzeit werden Prototypen des Printer weiterentwickelt. Geplant ist, 2021 erstmals klinisches Material unter GMP-Bedingungen mithilfe des RNA Printer® zu produzieren.

Häufig gestellte Fragen

Warum nennen Sie die mobile Produktionsstätte Printer?

The RNA Printer® funktioniert nach dem Prinzip des Buchdrucks:

Vorne werden die Buchstaben als Ausgangsmaterialien eingeführt, die dann nach einem vorgegebenen Text sortiert werden – das entspricht der Synthese. Am Ende steht das fertige Buch, der RNA-Impfstoff. De facto handelt es sich beim Printer um eine Arzneimittelproduktion im kleinen Maßstab.


Welche Maße hat der Printer?

Ein Modul des RNA Printer ist 4 Meter lang, 2 Meter hoch und 1,5 Meter tief.


Wie lange dauert die Produktion von RNA mit dem Printer?

Von der digitalen Sequenz bis zum Produkt dauert es wenige Wochen. Der eigentliche Herstellungsprozess dauert lediglich eine Woche.


Wie groß werden die Produktionsmengen sein?

Wir gehen davon aus, pro Woche ein bis drei Gramm mRNA herstellen zu können. Abhängig von der Dosis des Endproduktes sind mehrere Hunderttausend Dosen pro Woche und Linie möglich.